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Deckblatt in der Bewerbung

Ein Deckblatt ist eine freiwillige Seite am Anfang Ihrer Bewerbung. Es hilft, wenn es die Unterlagen übersichtlicher macht oder wichtige Angaben bündelt. Wiederholt es nur Anschreiben und Lebenslauf, lassen Sie es weg.

Ob ein Deckblatt sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, wie umfangreich Ihre Unterlagen sind und welche Vorgaben der Arbeitgeber macht. Ein Deckblatt verbessert nachweislich weder Ihre Chancen auf ein Vorstellungsgespräch noch Ihren Bewerbungserfolg. Es sollte deshalb einen klaren praktischen Nutzen haben.

Wann ein Deckblatt hilft

Bei einer umfangreichen Bewerbung kann ein Deckblatt die Orientierung erleichtern. Es nennt die angestrebte Stelle und zeigt, welche Unterlagen folgen. Bei mehreren Zeugnissen, Arbeitsproben oder anderen Anlagen erleichtert das die Orientierung.

Bei einer kurzen Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und wenigen Zeugnissen bringt eine zusätzliche Seite dagegen oft wenig. Die Unterlagen sind bereits leicht zu überblicken. Ein Inhaltsverzeichnis würde sie dann eher verlängern als ordnen.

Ein Deckblatt zeigt Ihren Namen, Ihre Kontaktdaten und die gewünschte Stelle auf einen Blick. Ein sorgfältiges Layout kann die Unterlagen einheitlich wirken lassen, doch ein messbarer Vorteil bei der Auswahl ist dadurch nicht belegt. Für die Auswahl bleiben die Inhalte Ihrer Bewerbung entscheidend.

Was auf das Deckblatt gehört

Nenne nur Angaben, die beim Überblick helfen. Dazu gehören dein Name, die Stelle, auf die du dich bewirbst, und der Name des Unternehmens. Ergänze deine E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Als Überschrift reicht „Bewerbung“. Ein kurzes Profil ist sinnvoll, wenn es deine passende Qualifikation knapp zusammenfasst und das Anschreiben nicht ausführlich wiederholt.

Ein Verzeichnis der Anlagen lohnt sich, wenn die Bewerbung viele Dokumente enthält. Ordne die Zeugnisse und weiteren Anlagen dann in derselben Reihenfolge wie im Verzeichnis. Bei wenigen Unterlagen ist eine Liste meist überflüssig.

Vermeide Dopplungen. Wenn deine Kontaktdaten und die angestrebte Stelle auf dem Deckblatt stehen, musst du dieselben Angaben nicht zusätzlich groß auf einer weiteren Seite hervorheben. Das Anschreiben und der Lebenslauf sollten trotzdem alle nötigen Informationen enthalten.

Vor- und Nachteile eines Deckblatts

Ein Deckblatt kann umfangreiche Unterlagen ordnen und wichtige Angaben schnell auffindbar machen. Außerdem bietet es Platz für ein freiwilliges Bewerbungsfoto. Es sorgt für ein einheitliches Erscheinungsbild, wenn es zum restlichen Layout passt.

Ein Deckblatt verlängert die Bewerbung und kann Angaben wiederholen; eine überladene Seite lenkt von Anschreiben und Lebenslauf ab, und ein aufwendiges Design bringt wenig, wenn es nicht zur Stelle passt. Überlege vor dem Einfügen, ob die Seite die Orientierung erleichtert oder nur bekannte Angaben wiederholt, und lass sie weg, wenn sie keinen klaren Zweck erfüllt.

Deckblatt gestalten und einordnen

Stimme Schrift und Gestaltung auf dem Deckblatt mit den übrigen Unterlagen ab. Wähle Farben und Abstände passend dazu. Achte auf gute Lesbarkeit und lass ausreichend freien Raum. Ein zurückhaltendes Layout passt zu vielen Stellen. Bei einer gestalterischen Tätigkeit darf das Design kreativer ausfallen, solange es professionell wirkt und zur Bewerbung passt.

Es gibt unterschiedliche Empfehlungen zur Reihenfolge. Die Bundesagentur für Arbeit nennt das Anschreiben als ersten Bestandteil und führt ein Deckblatt als mögliche Ergänzung auf. Eine weitere Orientierungshilfe der Berufsberatung setzt das Deckblatt an den Anfang. Richte dich zuerst nach den Vorgaben in der Stellenausschreibung. Gibt es keine, ordne die Unterlagen so, dass das Anschreiben leicht zu finden ist und das Deckblatt sie nicht unnötig verlängert.

Bei einer Bewerbung per E-Mail fasse die Unterlagen nur dann in einer PDF-Datei zusammen, wenn der Arbeitgeber das so vorsieht. Bei einem Online-Portal richte dich nach den vorgesehenen Upload-Feldern. Ein zusätzliches Deckblatt sollte die vorgegebene Ablage übersichtlich lassen.

Foto und digitale Bewerbung

Ein Bewerbungsfoto ist freiwillig. Wenn du eines verwendest, kannst du es auf dem Deckblatt oder im Lebenslauf platzieren. Entscheide getrennt, ob du ein Deckblatt brauchst und ob du ein Foto beilegen möchtest: Das eine setzt das andere nicht voraus.