Welche Unterlagen zu einer vollständigen Bewerbung gehören, steht in der Stellenanzeige. Üblicherweise gehören ein Anschreiben und ein Lebenslauf dazu, ergänzt durch passende Nachweise. Für eine Kurzbewerbung genügen meist ein Anschreiben und ein kurzer Lebenslauf. Zusätzliche Dokumente legen Sie bei, wenn der Arbeitgeber sie verlangt oder sie Ihre Eignung belegen.
Die Reihenfolge richtet sich zuerst nach den Vorgaben des Unternehmens. Wenn das Unternehmen keine Reihenfolge vorgibt, ordnen Sie die Unterlagen übersichtlich.
Welche Bewerbungsunterlagen gehören dazu?
Zu den wichtigsten Bewerbungsunterlagen gehören das Anschreiben, der Lebenslauf sowie passende Zeugnisse und Nachweise. Welche Anlagen Sie ergänzen, hängt von Ihrer beruflichen Situation und der ausgeschriebenen Stelle ab. Dazu zählen zum Beispiel Arbeitszeugnisse und Abschlusszeugnisse. Auch Weiterbildungsnachweise, Sprachzertifikate und Arbeitsproben kommen infrage.
Ein Deckblatt und ein Bewerbungsfoto sind freiwillig. Ein Motivationsschreiben, das häufig auch „dritte Seite“ genannt wird, sollten Sie vor allem dann beilegen, wenn der Arbeitgeber es verlangt oder Sie damit einen wichtigen Punkt erklären, der im Anschreiben und Lebenslauf keinen Platz hat. Ein Anlagenverzeichnis hilft, wenn Sie viele Dokumente mitschicken.
Reihenfolge der Bewerbungsunterlagen
Prüfen Sie vor dem Versand, ob die Stellenanzeige oder das Bewerbungsportal eine bestimmte Reihenfolge vorgibt. Gibt es keine, eignet sich für eine digitale Bewerbungsdatei und eine klassische Bewerbungsmappe diese Folge:
- Anschreiben
- Deckblatt (optional)
- Lebenslauf
- Relevante Zeugnisse und weitere Nachweise
Das Anschreiben steht damit an erster Stelle. Bei einer traditionellen Mappe wird das Deckblatt manchmal vor den Lebenslauf gelegt. Ein Deckblatt ist jedoch kein Pflichtteil; lassen Sie es weg, wenn es keinen zusätzlichen Überblick bietet. Aktuelle Anlagen und Unterlagen, die für die Stelle besonders wichtig sind, sollten leicht zu finden sein.
Das Anschreiben auf die Stelle zuschneiden
Schreiben Sie für jede Bewerbung ein eigenes Anschreiben. Erklären Sie darin, warum Sie sich für die konkrete Stelle und das Unternehmen interessieren und welche Erfahrungen oder Fähigkeiten Sie dafür mitbringen. Wiederholen Sie weder den Lebenslauf noch den Wortlaut der Stellenanzeige. Nennen Sie lieber ein passendes Beispiel, etwa eine Aufgabe, die Sie in einer früheren Tätigkeit erfolgreich übernommen haben.
Halten Sie das Anschreiben möglichst auf eine DIN-A4-Seite und vermeiden Sie allgemeine Floskeln. Wenn in der Anzeige eine Ansprechperson genannt wird, sprechen Sie diese mit Namen an. Ist kein Name angegeben, können Sie beim Unternehmen nachfragen oder eine passende Ansprechperson recherchieren. Lässt sich niemand ermitteln, ist eine allgemeine Anrede möglich.
Deckblatt und Foto auswählen
Ein Deckblatt lohnt sich vor allem, wenn es die Bewerbung übersichtlicher macht. Es kann Ihren Namen und Ihre Kontaktdaten enthalten und auf die wichtigsten beigefügten Unterlagen hinweisen. Bei einer kurzen Bewerbung bringt eine zusätzliche Seite häufig wenig.
Ein Bewerbungsfoto ist freiwillig. Wenn Sie eines beilegen, wählen Sie ein aktuelles Foto, das professionell wirkt und eine gute Bildqualität hat. Platzieren Sie es auf dem Deckblatt oder im Lebenslauf. Ein Foto gehört nicht automatisch zu den vollständigen Bewerbungsunterlagen.
Den Lebenslauf übersichtlich halten
Ein tabellarischer Lebenslauf zeigt Ihre Ausbildung, Berufserfahrung und weiteren Qualifikationen auf einen Blick. Ordnen Sie die Stationen in der Regel antichronologisch: Die aktuellste Tätigkeit steht oben, ältere Stationen folgen rückwärts. Zwei Seiten sind ein guter Richtwert.
Führen Sie Weiterbildungen und Kenntnisse auf, wenn sie zur Stelle passen. Erklären Sie zeitliche Lücken nachvollziehbar, statt sie mit unzutreffenden Angaben zu verdecken. Prüfen Sie, ob Daten und Bezeichnungen mit den beigefügten Nachweisen übereinstimmen. Sie müssen den Lebenslauf nicht unterschreiben. Bei digitalen Bewerbungen gelten die Vorgaben des Arbeitgebers.
Zeugnisse und weitere Nachweise
Wählen Sie Anlagen so aus, dass sie wichtige Angaben aus Ihrem Lebenslauf belegen. Arbeitszeugnisse aus relevanten früheren Tätigkeiten sind dafür oft hilfreich. Bei wenig Berufserfahrung können Schulzeugnisse dazugehören; bei langjähriger Berufserfahrung sind ältere Schulzeugnisse häufig weniger aussagekräftig. Legen Sie außerdem Nachweise über passende Abschlüsse, Weiterbildungen oder besondere Kenntnisse bei.
Ordnen Sie die Anlagen nach Aktualität oder Bedeutung für die Stelle. Ein aktuelles Arbeitszeugnis oder ein gefragter Qualifikationsnachweis sollte leicht zu finden sein. Versenden Sie bei einer Papierbewerbung keine Originalzeugnisse, sondern Kopien. Bei einer digitalen Bewerbung fügen Sie gut lesbare Dateien bei und achten darauf, dass alle Seiten vollständig und richtig ausgerichtet sind.
Unterlagen sauber einreichen
Bei einer Online-Bewerbung gelten die Vorgaben des Portals, etwa zu Dateiformat und Dateigröße. Laden Sie Dokumente in der verlangten Form hoch und prüfen Sie, ob die Dateien nach dem Speichern noch gut lesbar sind. Wenn eine gemeinsame PDF-Datei verlangt wird, kontrollieren Sie vor dem Hochladen die Reihenfolge und Vollständigkeit aller Seiten.
Für eine Papierbewerbung zählt vor allem ein sauberer, gut lesbarer Ausdruck. Verwenden Sie für selbst erstellte Dokumente eine einheitliche Gestaltung und drucken Sie die Seiten einseitig. Ob Sie eine Mappe brauchen, hängt davon ab, wie Sie sich bewerben und was der Arbeitgeber vorgibt. Lassen Sie Rechtschreibung, Grammatik, Kontaktdaten und Empfängerangaben vor dem Versand prüfen.