Eine Bewerbungsvorlage zeigt, wo Angaben in Anschreiben und Lebenslauf stehen, und spart Arbeit beim Formatieren. Passen Sie sie an die Stelle an und übernehmen Sie keine Mustertexte oder Angaben, die nicht zu Ihrem Werdegang passen.
Wählen Sie eine gut lesbare Vorlage und prüfen Sie die Stellenanzeige. Stellen Sie Ihre passenden Erfahrungen so heraus, dass sie schnell zu erkennen sind.
Vorlage als Gerüst wählen
Eine gute Vorlage zeigt, wo Sie welche Angaben eintragen. Nutzen Sie sie als Gerüst und formulieren Sie den Text in eigenen Worten. Die Bundesagentur für Arbeit bietet zum Beispiel ausfüllbare Vorlagen und Anleitungen für Anschreiben und Lebenslauf an.
Prüfen Sie vor dem Ausfüllen, ob die Vorlage übersichtlich bleibt und sich leicht bearbeiten lässt. Eine gut lesbare Schrift und klare Überschriften erleichtern die Orientierung. Auch ruhige Abstände helfen dabei. Gestalten Sie Anschreiben und Lebenslauf ähnlich, zum Beispiel mit derselben Schriftart und ähnlichen Überschriften. Es gibt keine festen Idealwerte für Schriftgröße, Zeilenabstand oder Seitenränder. Wichtig ist, dass das fertige Dokument lesbar bleibt.
Ein bestimmtes Design allein ist kein Beleg für bessere Chancen auf ein Vorstellungsgespräch. Wählen Sie deshalb eine Gestaltung, die Ihre Angaben gut vermittelt, statt Zeit in dekorative Elemente zu investieren.
Anschreiben individuell formulieren
Das Anschreiben erklärt, warum Sie sich auf genau diese Stelle bewerben und welche Ihrer Erfahrungen dazu passen. Begrenzen Sie es möglichst auf eine DIN-A4-Seite. Gliedern Sie das Anschreiben in Einstieg, Hauptteil und Schluss. Diese Reihenfolge hilft beim Aufbau, legt aber keine festen Sätze fest.
Im Einstieg nennen Sie die Stelle und erklären kurz, warum Sie sich dafür interessieren. Im Hauptteil zeigen Sie, welche Ihrer Kenntnisse und Erfahrungen zu den Anforderungen aus der Anzeige passen. Statt Eigenschaften nur aufzuzählen, belegen Sie sie mit einem konkreten Beispiel: Beschreiben Sie zum Beispiel eine Aufgabe, die Sie übernommen haben, und welche Fähigkeiten Sie dabei genutzt haben. Fehlt Ihnen eine geforderte Erfahrung, erklären Sie sachlich, welche verwandte Erfahrung oder Fähigkeit Sie mitbringen. Entschuldigen müssen Sie sich dafür nicht.
Im Schluss schreiben Sie, dass Sie für ein persönliches Gespräch zur Verfügung stehen, und beenden das Anschreiben mit einer passenden Grußformel. Verwenden Sie kurze, aktive Sätze und streichen Sie Wiederholungen, die bereits im Lebenslauf stehen.
In den Briefkopf gehören Ihr Name, Ihre Postanschrift, eine aktuelle E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer, unter der Sie erreichbar sind. Ergänzen Sie Ort und Datum. Eine Website oder ein berufliches Profil führen Sie nur auf, wenn der Inhalt für die Stelle relevant ist und einen professionellen Eindruck vermittelt.
Betreff und Anrede prüfen
Eine kurze Betreffzeile macht klar, auf welche ausgeschriebene Stelle sich Ihr Schreiben bezieht. Übernehmen Sie die genaue Stellenbezeichnung aus der Anzeige und ergänzen Sie eine Kennziffer, falls der Arbeitgeber eine nennt. Wenn Sie sich ohne konkrete Stellenausschreibung bewerben, sollte der Betreff deutlich machen, für welche Tätigkeit oder welchen Bereich Sie sich interessieren. Das Wort „Betreff“ müssen Sie nicht davorsetzen.
Sprechen Sie die zuständige Kontaktperson mit Namen an, wenn dieser bekannt ist. Steht der Name nicht in der Anzeige, prüfen Sie die Unternehmenswebsite oder andere offizielle Informationen des Arbeitgebers. Wenn Sie keine Ansprechperson finden, können Sie weiterhin eine allgemeine Anrede wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ verwenden.
Lebenslauf auf die Stelle zuschneiden
Ein tabellarischer Lebenslauf sollte übersichtlich bleiben und in der Regel höchstens zwei DIN-A4-Seiten umfassen. Ordnen Sie die Stationen üblicherweise vom neuesten zum ältesten: Die aktuelle oder letzte Tätigkeit steht oben. So sehen Lesende schnell, womit Sie sich zuletzt beschäftigt haben.
Führen Sie bei jeder beruflichen Station den Zeitraum und Arbeitgeber auf. Ergänzen Sie die Position und die wichtigsten Aufgaben. Wenige präzise Stichpunkte vermitteln meist mehr als lange Beschreibungen Ihrer Tätigkeiten. Betonen Sie Erfahrungen, Kenntnisse und Qualifikationen, die zur Stelle passen. Praktika und Nebenjobs können gerade am Anfang des Berufswegs wichtige Hinweise auf Ihre Fähigkeiten geben. Das gilt auch für ehrenamtliches Engagement.
Passen Sie die Vorlage an Ihren tatsächlichen Werdegang an. Löschen Sie leere Rubriken und ergänzen Sie relevante Stationen, statt alle vorgegebenen Felder zwanghaft auszufüllen. Interessen gehören nur dann in den Lebenslauf, wenn sie einen nachvollziehbaren Bezug zur Stelle haben.
Optionale Unterlagen einordnen
Ein Deckblatt ist kein Pflichtbestandteil. Fügen Sie es nur hinzu, wenn es die Unterlagen übersichtlicher macht und der Arbeitgeber es nicht ausschließt. Auch ein Bewerbungsfoto ist freiwillig. Manche Arbeitgeber verlangen Bewerbungen ohne Foto und bestimmte persönliche Angaben. Folgen Sie deshalb den Vorgaben in der Stellenanzeige.
Prüfen Sie außerdem, ob der Arbeitgeber ein Anschreiben verlangt. Manche Arbeitgeber verzichten bei Online-Bewerbungen darauf. Halten Sie sich an den dort genannten Bewerbungsweg und beachten Sie Vorgaben zu Dateiformat und Upload.
Unterlagen vor dem Versand prüfen
Kontrollieren Sie Anschreiben und Lebenslauf gemeinsam. Achten Sie darauf, dass Namen, Kontaktdaten und Stellenbezeichnung stimmen und dass beide Dokumente dieselbe Gestaltung verwenden. Lassen Sie die Unterlagen nach Möglichkeit von einer anderen Person gegenlesen. Eine andere Person entdeckt Tippfehler und unklare Formulierungen, die Ihnen beim wiederholten Lesen leicht entgehen.
Gehen Sie vor dem Absenden diese Punkte durch:
- Passen die Angaben und Beispiele zur konkreten Stelle?
- Sind Rechtschreibung, Datum und Kontaktdaten geprüft?
- Entsprechen die Unterlagen den Vorgaben des Arbeitgebers?
- Sind die Dateien lesbar und im verlangten Format gespeichert?