Ein tabellarischer Lebenslauf zeigt Ihren Bildungs- und Berufsweg übersichtlich: Links stehen die Zeiträume, rechts Schulen, Ausbildungen und Tätigkeiten. Ordnen Sie die Stationen rückwärts chronologisch, sodass die jüngste oben steht. Prüfen Sie die Datumsangaben und wählen Sie die Informationen passend zur Stelle aus.
So gliedern Sie den Lebenslauf
Teilen Sie den Lebenslauf in klar benannte Abschnitte. Üblich sind Abschnitte zur Berufserfahrung und zu Ausbildung und Studium. Hinzu kommen Schulbildung sowie Kenntnisse und Weiterbildungen. Ordnen Sie jedes Datum klar der passenden Station zu; ein bestimmtes Spaltenmaß ist nicht vorgeschrieben.
Welche Abschnitte Sie aufnehmen und wie ausführlich Sie sie gestalten, hängt von Ihrem bisherigen Bildungs- und Berufsweg ab. Jugendliche, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben, führen passende Schulstationen auf. Auch Praktika und Ferienjobs gehören dazu. Bei längerer Berufserfahrung stehen meist die jüngsten Tätigkeiten und relevante Qualifikationen im Vordergrund. Dann müssen Sie die Grundschule in der Regel nicht mehr aufführen.
Geben Sie bei jeder Station den Zeitraum und eine verständliche Bezeichnung an. Monat und Jahr reichen als Datumsangabe aus. Ein Lebenslauf umfasst häufig höchstens zwei Seiten; diese Länge ist eine Orientierung und keine starre Vorgabe für jede Bewerbung.
Die richtige Reihenfolge wählen
Die rückwärts chronologische Reihenfolge ist heute die gängige Empfehlung: Beginnen Sie mit Ihrer aktuellen oder letzten Tätigkeit und führen Sie ältere Stationen darunter auf. So erkennt die Person, die Ihre Bewerbung prüft, zuerst, was Sie zuletzt gemacht haben. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt diese Reihenfolge auch jungen Bewerberinnen und Bewerbern.
Bei einem sehr kurzen Werdegang können Sie die Stationen auch vom frühesten zum jüngsten Ereignis ordnen. Entscheiden Sie sich dafür, ordnen Sie alle Stationen einheitlich. Mischen Sie die Richtungen nicht innerhalb eines Abschnitts. Auch bei getrennten Bereichen wie Berufserfahrung und Ausbildung sollte die Abfolge jeweils klar nachvollziehbar sein.
Relevante Stationen auswählen
Nehmen Sie Erfahrungen auf, die für die angestrebte Stelle etwas aussagen. Ein Sprachkurs passt beispielsweise in den Lebenslauf, wenn die Stellenausschreibung Sprachkenntnisse verlangt. Praktika, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten können bei wenig Berufserfahrung zeigen, welche Aufgaben Sie bereits kennengelernt haben.
Passen Sie die Auswahl an die Anforderungen des Arbeitgebers an, ohne Stationen falsch darzustellen. Prüfen Sie dafür die Stellenanzeige und gleichen Sie Ihre Angaben mit Ihren Unterlagen ab: mit Zeugnissen und Abschlussbescheinigungen sowie mit Praktikumsnachweisen und Arbeitszeugnissen. Kontrollieren Sie dabei Jahreszahlen und Bezeichnungen.
Lücken ehrlich erklären
Prüfen Sie, ob zwischen den angegebenen Stationen längere Zeiträume liegen. Erklären Sie diese bei Bedarf sachlich. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt jungen Bewerberinnen und Bewerbern, Unterbrechungen von mehr als zwei Monaten im Lebenslauf anzugeben. Die Zwei-Monats-Angabe ist ein Richtwert und gilt nicht für jeden Lebenslauf.
Sie können einen Studienfachwechsel kurz und ehrlich angeben. Das gilt auch für eine Wartezeit auf einen Studienplatz oder eine Zeit der Arbeitslosigkeit. Erfinden Sie keine Tätigkeit, um einen Zeitraum zu füllen. Wenn ein Zeitraum im Gespräch zur Sprache kommt, können Sie den Grund dort näher erläutern.
Handschrift nur auf Nachfrage
Für die meisten Bewerbungen erstellen Sie den Lebenslauf am Computer und reichen ihn digital ein. Schreiben Sie den Lebenslauf von Hand, wenn die Stellenausschreibung oder der Arbeitgeber das ausdrücklich verlangt. Ohne ausdrückliche Aufforderung müssen Sie Ihre Bewerbung nicht handschriftlich einreichen.