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Bewerbungsmappe: Dokumente richtig ordnen

In Deutschland können Sie Ihre Bewerbungsunterlagen meist so ordnen: Anschreiben, Lebenslauf, passende Zeugnisse und Nachweise. Deckblatt und Motivationsschreiben sind freiwillig, sofern die Stellenanzeige sie nicht verlangt. Die Vorgaben des Arbeitgebers oder Bewerbungsportals haben Vorrang.

Bei einer Bewerbung auf Papier liegt das Anschreiben häufig lose oben auf der Mappe. Bei einer digitalen Bewerbung richtet sich die Reihenfolge nach der PDF-Datei oder den Upload-Feldern.

Reihenfolge der Bewerbungsunterlagen

Sortieren Sie die Unterlagen in einer digitalen Bewerbungsmappe am besten so:

  1. Anschreiben
  2. Deckblatt, wenn Sie eines verwenden
  3. Lebenslauf
  4. Motivationsschreiben, falls verlangt oder wenn es einen zusätzlichen beruflichen Bezug erklärt
  5. Relevante Zeugnisse und weitere Nachweise

Die Bundesagentur für Arbeit nennt Anschreiben und Lebenslauf als zentrale Unterlagen. Sie führt Deckblatt und Anlagenverzeichnis als mögliche Ergänzungen auf. Manche Ratgeber empfehlen, das Deckblatt vor das Anschreiben zu setzen; eine einheitliche Reihenfolge gibt es dafür nicht. Wenn Sie es schlicht halten möchten, lassen Sie das Deckblatt weg.

Ein Deckblatt ist sinnvoll, wenn es die Bewerbung übersichtlicher macht. Wiederholt es lediglich Angaben aus dem Lebenslauf, bringt es wenig. Ein Bewerbungsfoto ist freiwillig. Falls Sie eines verwenden, können Sie es auf dem Deckblatt oder im Lebenslauf platzieren.

Papiermappe und PDF unterscheiden

Bei einer Bewerbung per Post legen Sie das Anschreiben in der Regel lose auf die Bewerbungsmappe. Innerhalb der Mappe folgt zuerst das Deckblatt, falls vorhanden. Danach kommen der Lebenslauf und die ausgewählten Nachweise. Verschicken Sie Zeugnisse und Urkunden als Kopien, nicht als Originale.

Verwenden Sie für eine einzelne PDF-Datei die oben genannte Reihenfolge. Wählen Sie einen Dateinamen, an dem sofort zu erkennen ist, was die PDF enthält und von wem sie stammt, zum Beispiel Schmidt_Bewerbung.pdf. Bei einer Bewerbung per E-Mail können Anschreiben und Anlagen in einer gemeinsamen PDF stehen, sofern der Arbeitgeber keine andere Form vorgibt.

Bewerbungsportale verlangen Dokumente häufig in getrennten Upload-Feldern. Laden Sie jedes Dokument in das passende Feld und halten Sie sich an die dort verlangten Dateiformate. Richten Sie sich nach den Vorgaben der Stellenanzeige und der Eingabemaske.

Nachweise passend auswählen

Nach dem Lebenslauf gehören nur Unterlagen, die Ihre Angaben belegen oder für die Stelle relevant sind. Dazu zählen je nach Bewerbung Arbeitszeugnisse, Abschlusszeugnisse, Weiterbildungszertifikate oder geforderte Arbeitsproben. Ein Führerschein- oder Sprachnachweis ist sinnvoll, wenn die Stelle ihn voraussetzt oder er Ihre Eignung konkret belegt.

Ordnen Sie besonders passende und aktuelle Nachweise nach vorn. Sie können die Arbeitszeugnisse in derselben Reihenfolge wie die beruflichen Stationen im Lebenslauf ordnen; ein kürzlich erworbenes Zertifikat darf ebenfalls früh stehen, wenn es für die Stelle wichtig ist. Sie müssen die Nachweise nicht strikt chronologisch ordnen. Bei langjähriger Berufserfahrung ist ein Schulzeugnis je nach Stelle oft weniger aussagekräftig als aktuelle Arbeitszeugnisse.

Ein Anlagenverzeichnis brauchen Sie bei wenigen übersichtlichen Nachweisen meist nicht. Bei einer umfangreicheren Mappe hilft es, die Nachweise schneller zu finden. Führen Sie die Dokumente darin in derselben Reihenfolge auf, in der sie folgen.

Vor dem Absenden prüfen

Prüfen Sie, ob die Unterlagen vollständig, gut lesbar und richtig angeordnet sind. Öffnen Sie eine zusammengefasste PDF nach dem Speichern noch einmal und prüfen Sie, ob alle Seiten enthalten sind. Bei getrennten Uploads kontrollieren Sie jedes Dateifeld und verwenden Sie eindeutige Namen wie Schmidt_Anschreiben.pdf und Schmidt_Lebenslauf.pdf.