Bewerbungsvorlage: Anschreiben und Lebenslauf richtig aufbauen

Eine Bewerbungsvorlage gibt dir eine klare Struktur für Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen. Sie erspart dir Formatierungsarbeit und erinnert dich an wichtige Angaben. Den Inhalt musst du jedoch an die konkrete Stelle, deine Erfahrung und das Unternehmen anpassen. Ein Muster zum unveränderten Kopieren wirkt schnell austauschbar und überzeugt selten.

Für eine vollständige Bewerbung brauchst du je nach Ausschreibung:

  1. ein Anschreiben,
  2. einen tabellarischen Lebenslauf,
  3. Zeugnisse und relevante Nachweise,
  4. gegebenenfalls Arbeitsproben oder ein Portfolio.

Ein Deckblatt, ein Motivationsschreiben und ein Anlagenverzeichnis gehören nur dann in die Bewerbung, wenn sie sinnvoll sind oder ausdrücklich verlangt werden.

Welche Bewerbungsvorlage passt zu deiner Situation?

Die richtige Vorlage hängt vom Bewerbungsweg und von der Stelle ab. Prüfe zuerst die Angaben in der Stellenanzeige. Der Arbeitgeber legt fest, ob ein Anschreiben, ein Foto, bestimmte Nachweise oder ein bestimmtes Dateiformat erforderlich sind.

Bewerbungssituation Geeignete Unterlagen
Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle Anschreiben, Lebenslauf und verlangte Nachweise
Bewerbung ohne gefordertes Anschreiben Lebenslauf und Nachweise, gegebenenfalls kurze Nachricht
Initiativbewerbung Kurzes, individuell formuliertes Anschreiben und Lebenslauf
Ausbildung Anschreiben, Lebenslauf sowie Schul- und Praktikumsnachweise
Praktikum Kurzes Anschreiben, Lebenslauf und gegebenenfalls Leistungsnachweise
Kurzbewerbung Lebenslauf und kurze Vorstellung, sofern verlangt
Bewerbung über ein Karriereportal Dateien genau nach den Upload-Vorgaben des Portals
Bewerbung per E-Mail Anschreiben und Lebenslauf als PDF, ergänzt um relevante Anlagen

Das Anschreiben bleibt ein üblicher Bestandteil vieler Bewerbungen. Gleichzeitig verzichten Unternehmen zunehmend darauf. Eine Befragung von Personalverantwortlichen durch Randstad und das ifo-Institut ergab für das erste Quartal 2024, dass 20 Prozent der befragten Unternehmen bei klassischen Bewerbungen kein Anschreiben mehr verlangten. Eine Stepstone-Befragung unter 700 Recruiterinnen und Recruitern kam außerdem zu dem Ergebnis, dass 55 Prozent der Unternehmen ein Anschreiben forderten.

Für dich gilt deshalb eine einfache Regel: Verlangt die Stellenanzeige ein Anschreiben, fügst du es bei. Wird es ausdrücklich nicht verlangt, konzentrierst du dich auf einen aussagekräftigen Lebenslauf und die geforderten Nachweise. Bei öffentlichen Arbeitgebern, Ausbildungsstellen, konservativen Branchen und Initiativbewerbungen bleibt ein Anschreiben häufig besonders wichtig.

Bewerbungsvorlage sinnvoll verwenden

Eine gute Vorlage besteht aus drei Ebenen:

  • Struktur: Sie zeigt, welche Inhalte in welcher Reihenfolge erscheinen.
  • Beispiel: Sie zeigt mögliche Formulierungen.
  • Anpassung: Sie markiert Angaben, die du ersetzen, konkretisieren oder streichen musst.

Arbeite deshalb mit eindeutigen Platzhaltern wie:

  • [Stellenbezeichnung]
  • [Name der Ansprechperson]
  • [Unternehmen]
  • [relevante Erfahrung]
  • [konkretes Ergebnis]
  • [Eintrittstermin]
  • [Gehaltsvorstellung, falls verlangt]

Lies die fertige Bewerbung anschließend so, als würdest du sie zum ersten Mal sehen. Enthält sie noch Platzhalter, allgemeine Aussagen oder Beispiele, die nicht zu deinem Werdegang passen, ist sie noch nicht versandbereit.

Bewerbungsvorlage für das Anschreiben

Das Anschreiben sollte möglichst auf eine DIN-A4-Seite passen. Es erklärt, warum du dich bewirbst, welche Qualifikationen zur Stelle passen und welchen konkreten Beitrag du leisten kannst.

Aufbau des Anschreibens

Ein überzeugendes Anschreiben enthält vier Bausteine:

  1. einen konkreten Einstieg,
  2. passende Erfahrungen und Qualifikationen,
  3. einen nachvollziehbaren Bezug zur Stelle,
  4. einen kurzen und verbindlichen Abschluss.

Muster für das Anschreiben

Vorname Nachname
Straße Hausnummer
PLZ Ort
Telefonnummer
E-Mail-Adresse

Unternehmen
Name der Ansprechperson
Straße Hausnummer
PLZ Ort

Ort, Datum

Bewerbung als [genaue Stellenbezeichnung], Kennziffer [falls vorhanden]

Sehr geehrte Frau [Nachname] / Sehr geehrter Herr [Nachname],

[Erkläre im Einstieg, auf welche Stelle du dich bewirbst und wodurch du auf sie aufmerksam geworden bist. Nenne außerdem einen konkreten Grund für dein Interesse.]

In meiner bisherigen Tätigkeit als [Position] habe ich [relevante Aufgabe] übernommen. Dabei konnte ich [Ergebnis, Verantwortungsbereich oder erlernte Kompetenz] erreichen.

Für die ausgeschriebene Position bringe ich insbesondere [Kompetenz 1], [Kompetenz 2] und [Kompetenz 3] mit. Diese Erfahrungen passen zu Ihren Anforderungen, weil [konkreter Bezug zu einer Aufgabe oder Anforderung aus der Stellenanzeige].

Ich freue mich darauf, meine Kenntnisse in [Bereich oder Aufgabe] bei [Unternehmen] einzubringen. Mein frühestmöglicher Eintrittstermin ist der [Datum]. Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

Vorname Nachname

So wird der Einstieg konkret

Ein allgemeiner Einstieg wie „Hiermit bewerbe ich mich mit großem Interesse“ liefert keine zusätzliche Information. Beginne stattdessen mit einem Bezug zur Stelle:

Während meiner Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement habe ich regelmäßig Kundenanfragen bearbeitet und Termine koordiniert. Diese Erfahrung möchte ich nun in Ihrem Empfangsbereich einsetzen.

Für eine Initiativbewerbung passt ein anderer Einstieg:

Ihr Unternehmen verbindet technische Beratung mit langfristiger Kundenbetreuung. In diesem Umfeld möchte ich meine fünfjährige Erfahrung im technischen Vertrieb einbringen und Sie im Bereich Kundenservice unterstützen.

Kompetenzen mit Beispielen belegen

Behauptungen wie „Ich bin teamfähig, motiviert und belastbar“ bleiben ohne Beleg wenig aussagekräftig. Verbinde jede wichtige Kompetenz mit einer Aufgabe oder einem Ergebnis.

Allgemein:

Ich verfüge über gute Organisationsfähigkeiten und arbeite zuverlässig.

Konkreter:

In meiner bisherigen Tätigkeit habe ich täglich rund 40 Kundenanfragen erfasst, priorisiert und innerhalb der vereinbarten Fristen bearbeitet.

Allgemein:

Ich bin technisch versiert und lerne schnell.

Konkreter:

Neue Warenwirtschafts- und Kassensysteme habe ich bisher selbstständig eingearbeitet und Kolleginnen und Kollegen anschließend bei der Anwendung unterstützt.

Wähle zwei oder drei Anforderungen aus der Stellenanzeige aus und zeige, wie du sie bereits erfüllt hast. Fehlt dir eine gewünschte Fähigkeit, beschreibe deine übertragbaren Erfahrungen und deine bisherige Lernfähigkeit. Entschuldigungen für nicht erfüllte Anforderungen nehmen im Anschreiben keinen Raum ein.

Betreff und Anrede richtig formulieren

Ein Betreff erleichtert die Zuordnung und gehört besonders bei einer Initiativbewerbung in das Anschreiben. Nenne möglichst:

  • das Wort „Bewerbung“,
  • die genaue Bezeichnung der Stelle,
  • die Kennziffer, falls vorhanden,
  • gegebenenfalls den Fundort der Anzeige.

Beispiel:

Bewerbung als Sachbearbeiterin Einkauf, Kennziffer EK-24

Bei der Anrede verwendest du den Namen der zuständigen Person:

Sehr geehrte Frau Schneider,

Steht kein Name in der Anzeige, recherchiere auf der Karriere- oder Unternehmensseite oder frage telefonisch nach. Erst wenn du keine Ansprechperson ermitteln kannst, verwendest du:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Angaben zu Eintrittstermin und Gehalt

Nenne den frühestmöglichen Eintrittstermin, wenn die Ausschreibung danach fragt oder der Termin für die Besetzung relevant ist. Eine Gehaltsvorstellung gehört nur in das Anschreiben, wenn der Arbeitgeber sie ausdrücklich verlangt.

Bewerbungsvorlage für den Lebenslauf

Der Lebenslauf ist das Kernstück der Bewerbung. Er soll deinen beruflichen Weg schnell erfassbar machen und die für die Stelle relevanten Erfahrungen sichtbar hervorheben.

Für die meisten Bewerbungen eignet sich ein tabellarischer Lebenslauf in umgekehrt chronologischer Reihenfolge. Die aktuelle oder letzte Station steht zuerst. Diese Reihenfolge erleichtert die Orientierung, besonders wenn du bereits mehrere Tätigkeiten ausgeübt hast.

Der Lebenslauf sollte grundsätzlich nicht länger als zwei DIN-A4-Seiten sein. Für eine Kurzbewerbung oder einen Nebenjob reicht häufig eine Seite. Entscheidend bleibt, dass die Informationen zur angestrebten Stelle passen.

Muster für den Lebenslauf

Lebenslauf

Persönliche Daten

Vorname Nachname
Telefon: [Telefonnummer]
E-Mail: [E-Mail-Adresse]
Ort: [Wohnort]

Optional: [Portfolio, berufliches Profil oder eigene Website]

Berufliches Profil

[Formuliere in zwei oder drei Zeilen deine berufliche Ausrichtung, wichtigste Erfahrung und fachliche Stärke.]

Berufserfahrung

MM/JJJJ bis heute
[Positionsbezeichnung], [Arbeitgeber], [Ort]

  • [Wichtige Aufgabe oder Verantwortungsbereich]
  • [Verwendetes Werkzeug, Verfahren oder Fachgebiet]
  • [Konkretes Ergebnis, Umfang oder Verbesserung]

MM/JJJJ bis MM/JJJJ
[Positionsbezeichnung], [Arbeitgeber], [Ort]

  • [Relevante Aufgabe]
  • [Erreichtes Ergebnis oder erworbene Kompetenz]

Ausbildung oder Studium

MM/JJJJ bis MM/JJJJ
[Abschluss und Fachrichtung], [Institution], [Ort]

Weiterbildungen und Zertifikate

MM/JJJJ
[Bezeichnung der Weiterbildung], [Anbieter]

Fachkenntnisse

  • Fachliche Kenntnisse: [Beispiele]
  • Programme und Werkzeuge: [Beispiele]
  • Methoden: [Beispiele]

Sprachkenntnisse

  • Deutsch: [Muttersprache oder Einstufung]
  • Englisch: [A1 bis C2 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen]

Optionale Angaben

  • Ehrenamtliches Engagement
  • Relevante Projekte
  • Veröffentlichungen
  • Führerschein, sofern für die Stelle erforderlich
  • Fachlich passende Interessen

Was in die einzelnen Lebenslaufabschnitte gehört

Berufserfahrung: Beschreibe nicht jede frühere Aufgabe gleich ausführlich. Hebe Tätigkeiten hervor, die zur Zielposition passen. Zahlen machen Angaben greifbarer, etwa die Zahl betreuter Kunden, die Größe eines Budgets oder der Umfang eines Projekts.

Ausbildung und Studium: Nenne Abschluss, Fachrichtung, Bildungsstätte und Zeitraum. Bei Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern dürfen relevante Schwerpunkte, Abschlussarbeiten oder Praxisprojekte mehr Raum erhalten.

Kenntnisse: Ordne deine Fähigkeiten nach Relevanz. Statt „Computerkenntnisse“ solltest du konkrete Programme, Programmiersprachen, Verfahren oder Fachgebiete nennen.

Sprachen: Verwende nachvollziehbare Einstufungen wie B2 oder C1. Vermeide unklare Angaben wie „gute Kenntnisse“, wenn eine präzisere Bewertung möglich ist.

Interessen: Private Hobbys sind kein Pflichtbestandteil. Nimm sie nur auf, wenn sie einen beruflichen Bezug haben oder ein zusätzliches Engagement zeigen. Allgemeine Freizeitangaben nehmen wertvollen Platz weg.

Besonderheiten bei Ausbildung, Praktikum und Quereinstieg

Bewerbung um eine Ausbildung

Bei einer Ausbildungsbewerbung zählen Schulbildung, praktische Erfahrungen und Motivation besonders. Beschreibe Praktika, Nebenjobs, Schulprojekte und Tätigkeiten im Verein, wenn sie einen Bezug zum Ausbildungsberuf haben.

Im Anschreiben solltest du erklären:

  • warum dich der Beruf interessiert,
  • welche praktischen Erfahrungen du bereits gesammelt hast,
  • welche Fähigkeiten du aus Schule oder Freizeit mitbringst,
  • warum du dich bei diesem Betrieb bewirbst.

Bewerbung um ein Praktikum

Bei einem Praktikum darf das Anschreiben kürzer ausfallen. Nenne den gewünschten Zeitraum, den Ausbildungs- oder Studienhintergrund und das Ziel des Praktikums. Ein konkretes Lernziel wirkt überzeugender als eine allgemeine Aussage über den Wunsch, „Erfahrungen zu sammeln“.

Bewerbung als Quereinsteigerin oder Quereinsteiger

Ordne deinen Lebenslauf auf die neue Zielposition aus. Übertragbare Kompetenzen können zum Beispiel Kundenberatung, Organisation, technische Problemlösung, Projektarbeit oder Führungserfahrung sein.

Im Anschreiben erklärst du die Verbindung zwischen deiner bisherigen Tätigkeit und dem neuen Beruf. Der Wechselgrund sollte sachlich und zukunftsorientiert formuliert sein. Zeige außerdem, welche Zusatzqualifikationen du bereits erworben hast und welche Kenntnisse du noch aufbauen willst.

Layout und Formatierung

Das Layout soll das Lesen erleichtern. Für Anschreiben und Lebenslauf verwendest du ein einheitliches Erscheinungsbild:

  • eine Schrift, die gut lesbar ist,
  • etwa 10,5 bis 12 Punkt Schriftgröße,
  • klare Überschriften,
  • einheitliche Datumsangaben,
  • ausreichend Rand und Zeilenabstand,
  • sparsame Farben,
  • höchstens zwei Schriftarten.

Die DIN 5008 bietet für Geschäftsbriefe eine Orientierung bei Absender, Empfängeradresse, Datum, Betreff und Seitenaufbau. Sie ist keine gesetzliche Pflicht für jede Bewerbung. Beim Lebenslauf hast du mehr gestalterische Freiheit.

Ein klassisches Layout passt häufig zu Verwaltung, Recht, Finanzen und technischen Berufen. In Design, Marketing oder Medien darf die Gestaltung individueller ausfallen. Lesbarkeit und schnelle Orientierung bleiben in jeder Branche wichtiger als dekorative Elemente.

Achte außerdem auf:

  • identische Kontaktdaten in allen Dokumenten,
  • gleiche Farben und Überschriftsebenen,
  • keine abgeschnittenen Seiten,
  • keine leeren Seiten im PDF,
  • ausreichenden Kontrast,
  • gut lesbare Tabellen.

Bewerbungsfoto und Deckblatt

Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland freiwillig. In manchen Branchen und Unternehmen ist es weiterhin üblich, in anderen wird darauf verzichtet. Verwende nur ein aktuelles, professionelles Foto, wenn du dich dafür entscheidest. Freizeitbilder, Selfies und stark bearbeitete Aufnahmen passen nicht in eine Bewerbung.

Ein genereller Vorteil des Fotos lässt sich nicht ableiten. Bei anonymisierten Bewerbungen, internationalen Bewerbungen oder anderslautenden Vorgaben solltest du auf die Anforderungen des Arbeitgebers achten.

Ein Deckblatt ist ebenfalls optional. Es kann bei umfangreichen Bewerbungen für zusätzliche Übersicht sorgen. Bei einer kurzen digitalen Bewerbung fügt es häufig eine weitere Seite hinzu, ohne wichtige Informationen zu liefern. Eine Standardvorlage funktioniert daher meist ohne Deckblatt.

Ein Motivationsschreiben ergänzt du nur, wenn es verlangt wird oder einen echten zusätzlichen Inhalt bietet. Es eignet sich etwa für einen besonderen Berufswechsel, ein umfangreiches Projekt oder einen speziellen Auslandsbezug. Wiederhole darin nicht einfach dein Anschreiben.

Anlagen richtig zusammenstellen

Füge nur Nachweise bei, die für die Stelle relevant sind oder in der Ausschreibung verlangt werden. Eine mögliche Reihenfolge lautet:

  1. Anschreiben,
  2. Lebenslauf,
  3. Arbeitszeugnisse,
  4. Abschluss- und Ausbildungsnachweise,
  5. relevante Zertifikate,
  6. Arbeitsproben, sofern verlangt.

Ein Anlagenverzeichnis lohnt sich vor allem bei vielen Dokumenten oder umfangreichen Arbeitsproben. Bei zwei oder drei Anlagen genügt eine klare Dateireihenfolge.

Bewerbung per E-Mail oder Online-Portal

Speichere deine Unterlagen als PDF. Das Format bewahrt die Gestaltung und lässt sich auf unterschiedlichen Geräten öffnen. Bei einer E-Mail-Bewerbung fasst du die Unterlagen möglichst zu einer übersichtlichen Gesamtdatei zusammen, sofern der Arbeitgeber keine Einzeldateien verlangt.

Bei Karriereportalen zählt die Vorgabe des Portals mehr als allgemeine Empfehlungen. Wenn ein Portal getrennte Uploadfelder für Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse vorsieht, lädst du die Dateien einzeln hoch. Prüfe außerdem das angegebene Dateigrößenlimit. Für E-Mail-Anhänge gelten häufig zwei bis drei Megabyte als praktikable Orientierung, die Vorgabe des Unternehmens ist jedoch entscheidend.

Geeignete Dateinamen sind:

  • Bewerbung_Max_Mustermann_Marketing.pdf
  • Lebenslauf_Max_Mustermann.pdf
  • Anschreiben_Max_Mustermann_Marketing.pdf

Vermeide Dateinamen wie Dokument1.pdf, Bewerbung_neu.pdf oder Lebenslauf_final_final.pdf.

Formuliere die E-Mail kurz:

Betreff: Bewerbung als [Stellenbezeichnung], Kennziffer [falls vorhanden]

Sehr geehrte Frau [Nachname] / Sehr geehrter Herr [Nachname],

im Anhang finden Sie meine Bewerbungsunterlagen für die Position als [Stellenbezeichnung].

Mit freundlichen Grüßen
[Vorname Nachname]

Bewerbung mit digitalen Hilfsmitteln prüfen

Digitale Schreib- und Korrekturhilfen können beim Ordnen von Stichpunkten, beim Kürzen und bei der Rechtschreibprüfung unterstützen. Jede Aussage muss trotzdem wahr, überprüfbar und in deinem eigenen Stil formuliert sein.

Prüfe besonders:

  • Sind alle Erfahrungen tatsächlich vorhanden?
  • Stimmen Zeiträume, Berufsbezeichnungen und Abschlüsse?
  • Passen die verwendeten Fachbegriffe zu deinen Kenntnissen?
  • Klingt das Anschreiben nach dir?
  • Enthält der Text übertriebene oder austauschbare Formulierungen?

Lass die fertigen Unterlagen zusätzlich von einer anderen Person gegenlesen. Eine zweite Prüfung entdeckt häufig Tippfehler, falsche Namen oder widersprüchliche Datumsangaben.

Checkliste vor dem Versand

  • Ist die genaue Stellenbezeichnung korrekt?
  • Ist die Ansprechperson richtig geschrieben?
  • Bezieht sich das Anschreiben konkret auf das Unternehmen?
  • Werden zwei oder drei Anforderungen aus der Stellenanzeige belegt?
  • Sind alle Kontaktdaten aktuell?
  • Beginnt der Lebenslauf mit der neuesten Station?
  • Sind relevante Erfahrungen ausführlicher beschrieben als unwichtige Stationen?
  • Sind Datumsangaben einheitlich formatiert?
  • Sind Sprachkenntnisse nachvollziehbar eingestuft?
  • Wurde das Bewerbungsfoto nur freiwillig und passend eingesetzt?
  • Sind alle verlangten Anlagen enthalten?
  • Ist das PDF vollständig und gut lesbar?
  • Stimmen Dateinamen und Dateiformat?
  • Wurde die zulässige Dateigröße eingehalten?
  • Wurde der vom Arbeitgeber geforderte Bewerbungsweg verwendet?

Eine Bewerbungsvorlage spart Zeit, wenn sie als anpassbare Arbeitsgrundlage dient. Der entscheidende Inhalt entsteht durch den konkreten Bezug zur Stelle, belegbare Erfahrungen und einen übersichtlichen Lebenslauf. Nutze das Muster als Gerüst, entferne alle nicht passenden Angaben und prüfe die fertigen Dokumente vor dem Versand sorgfältig.