Online-Bewerbung: Worauf es beim Abschicken ankommt
Bei einer Online-Bewerbung senden Sie Ihre Unterlagen per E-Mail mit PDF-Anhang oder über ein Formular auf der Firmenwebsite. Auch digital gilt: Die Personalabteilung erwartet dieselbe Vollständigkeit und Professionalität wie bei einer Papierbewerbung. Die häufigsten Fehler, die Bewerbungen schon vor dem ersten Lesen aussortieren lassen, können Sie vermeiden.
Bewerbung per E-Mail oder Formular
Es gibt zwei gängige Arten, sich online zu bewerben. Bei der ersten schicken Sie Ihre Unterlagen als PDF direkt an die E-Mail-Adresse des Unternehmens. Bei der zweiten füllen Sie ein Online-Formular auf der Karriereseite aus und laden Ihre Dokumente dort hoch. Beide Wege sind gleichermaßen üblich, und beide verlangen dieselbe Sorgfalt.
Viele Personalabteilungen bevorzugen die Bewerbung per E-Mail, weil sie die Unterlagen direkt in ihrem Postfach haben und ohne Umwege weiterleiten können. Das Formular auf der Website hat den Vorteil, dass alle Angaben strukturiert erfasst werden und nichts verloren geht. Welchen Weg Sie wählen, gibt meist die Stellenausschreibung vor. Steht dort eine E-Mail-Adresse, schicken Sie Ihre Unterlagen dorthin. Gibt es nur ein Formular, nutzen Sie das.
Bewerbungsunterlagen in einer PDF
Egal ob E-Mail oder Formular: Ihre Bewerbungsunterlagen gehören in eine einzige PDF-Datei. Das erleichtert der Personalabteilung das Öffnen, Speichern und Weiterleiten. Die Datei sollte Anschreiben, Lebenslauf und die relevanten Zeugnisse und Zertifikate enthalten, in dieser Reihenfolge. Achten Sie darauf, dass die PDF nicht zu groß wird. Als Richtwert gelten maximal 3 Megabyte. Manche E-Mail-Server oder Formulare blockieren größere Dateien, und niemand wartet gerne auf einen riesigen Anhang.
Erstellen Sie die PDF mit einem gängigen Programm und prüfen Sie vor dem Abschicken, ob alle Seiten korrekt angezeigt werden. Ein häufiger Fehler ist, dass beim Zusammenfügen Seiten fehlen oder die Reihenfolge durcheinander gerät. Öffnen Sie die fertige Datei einmal selbst und blättern Sie sie durch, bevor Sie sie abschicken.
Betreff, Anrede und Text der E-Mail
Die Betreffzeile entscheidet darüber, ob Ihre E-Mail überhaupt geöffnet wird. Sie sollte weder zu kurz noch zu lang sein und die Stelle klar benennen. Eine Formulierung wie „Bewerbung für Stelle-XY" ist gut. Ist in der Ausschreibung eine Referenznummer angegeben, gehört sie in die Betreffzeile, damit die E-Mail dem richtigen Vorgang zugeordnet werden kann.
Die Anrede richtet sich an die Person, die in der Stellenausschreibung als Kontakt genannt ist. Steht dort kein Name, recherchieren Sie auf der Firmenwebsite oder rufen Sie kurz an. Eine persönliche Anrede wirkt immer besser als ein allgemeines „Sehr geehrte Damen und Herren".
In den Text der E-Mail gehört ein kurzes Anschreiben, das sich von dem Anschreiben im Anhang unterscheidet. Die E-Mail sollte in wenigen Sätzen erklären, wer Sie sind, auf welche Stelle Sie sich bewerben und warum Sie passen. Das ausführliche Anschreiben mit allen Details steht in der PDF. Wenn Sie in der E-Mail dasselbe schreiben wie im Anhang, wirkt das unüberlegt und verschwendet die Aufmerksamkeit der Leserin oder des Lesers.
E-Mail-Adresse und Signatur
Ihre E-Mail-Adresse ist der erste Eindruck, den Sie hinterlassen. Eine Adresse wie „tigerchen@fussball-fan.de" wirkt unprofessionell und lässt Zweifel an Ihrer Ernsthaftigkeit aufkommen. Nutzen Sie eine Adresse, die Ihren Namen enthält, etwa vorname.nachname@anbieter.de. Wenn Ihre aktuelle Adresse unpassend ist, legen Sie eine neue an, die Sie ausschließlich für Bewerbungen verwenden.
In die Signatur gehören Ihre Kontaktdaten, damit die Personalabteilung Sie schnell erreichen kann. Nennen Sie Ihren vollständigen Namen, Ihre Telefonnummer und Ihre E-Mail-Adresse. Eine saubere Signatur erspart dem Gegenüber das Suchen und zeigt, dass Ihnen eine reibungslose Kommunikation wichtig ist.
Individuell statt Sammelbewerbung
Der größte Fehler bei Online-Bewerbungen ist die Sammelbewerbung, bei der Sie dieselben Unterlagen an viele Unternehmen schicken, ohne sie anzupassen. Die Personalabteilung erkennt das sofort, und es wirkt, als hätten Sie sich nicht mit dem Unternehmen beschäftigt. Passen Sie Anschreiben und Lebenslauf für jede Stelle an. Gehen Sie in der E-Mail und im Anschreiben konkret auf das Unternehmen und die ausgeschriebene Position ein. Das kostet Zeit, erhöht aber die Chance, dass Ihre Bewerbung ernst genommen wird.