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Weiterbildungsangebote vergleichen

Kurse, Seminare und Lehrgänge zur beruflichen Weiterbildung unterscheiden sich in Inhalt, Dauer, Kosten und Abschluss. Klären Sie zuerst, was Sie erreichen wollen und welche Förderung möglich ist. Danach fällt es leichter, die Angebote zu vergleichen.

Ziele und Rahmenbedingungen klären

Bevor Sie Angebote vergleichen, klären Sie, was die Weiterbildung Ihnen bringen soll. Möchten Sie in eine neue Branche wechseln, sich für eine Führungsposition qualifizieren oder konkrete Fachkenntnisse aufbauen? Das Ziel bestimmt, welche Inhalte, Dauer und Abschlüsse in Frage kommen.

Auch die Rahmenbedingungen sind wichtig. Prüfen Sie, welche Voraussetzungen Sie mitbringen: Manche Kurse verlangen Berufserfahrung, einen bestimmten Schulabschluss oder ein vorheriges Studium. Klären Sie außerdem, ob Sie ein Zertifikat benötigen oder ob eine Teilnahmebestätigung reicht. Ein Zertifikat ist wichtig, wenn Sie es Arbeitgebern vorlegen wollen oder der Arbeitgeber die Weiterbildung voraussetzt.

Klären Sie auch, wie viel Zeit Sie investieren können und wie viel Geld Sie ausgeben möchten. Überlegen Sie außerdem, ob Sie Präsenzunterricht, Online-Kurse oder eine Mischform bevorzugen. Diese Entscheidungen schränken die Suche erheblich ein.

Interessen und Fähigkeiten testen

Wenn Sie unsicher sind, welche Richtung passt, helfen Online-Tests. Diese Tests fragen nach Ihren Interessen, Stärken und beruflichen Erfahrungen und geben eine Einschätzung, welche Tätigkeitsfelder zu Ihnen passen könnten. Die Ergebnisse helfen Ihnen, gezielter nach Weiterbildungsmöglichkeiten zu suchen. Sie ersetzen keine Beratung, geben aber eine erste Orientierung, wenn Sie zwischen verschiedenen Themen schwanken.

Angebote systematisch vergleichen

Starten Sie mit einer Checkliste, um die Angebote strukturiert zu vergleichen. Notieren Sie sich für jedes Angebot, welche Inhalte vermittelt werden, wie lange es dauert und was es kostet. Dazu kommen der Abschluss und die Voraussetzungen. Achten Sie auch darauf, ob der Anbieter den Kurs regelmäßig anbietet oder ob er nur einmal stattfindet. Bei längeren Lehrgängen lohnt es sich, die Qualifikation der Dozenten zu prüfen und zu klären, ob der Kurs einem anerkannten Standard folgt.

Kursdatenbanken im Internet bündeln Angebote verschiedener Anbieter und erleichtern den Überblick. Sie können die Treffer nach Thema, Ort, Format und Preis filtern. Prüfen Sie die Ergebnisse jedoch genau, denn die Datenbanken sind nicht immer vollständig und die Angaben zu Kosten oder Terminen stammen von den Anbietern selbst. Ein Blick auf die Webseite des Anbieters bestätigt die Angaben und zeigt, ob das Angebot aktuell ist.

Förderung und Beratung zuerst bei der Agentur für Arbeit

Wenn Sie eine Förderung beantragen möchten, holen Sie sich verbindliche Auskünfte nicht aus Drittquellen. Informationen zu Fördermöglichkeiten und zum Förderumfang erhalten Sie nur bei der örtlichen Agentur für Arbeit. Sie prüft im Einzelfall, ob Ihre Weiterbildung förderfähig ist und welche Kosten sie übernimmt.

Mit dem Bildungsgutschein übernimmt die Agentur für Arbeit die Kosten für eine anerkannte Weiterbildung. Seit einer Gesetzesänderung entscheidet die Agentur für Arbeit auch für Kundinnen und Kunden des Jobcenters über die Förderung. Diese Umstellung kann in der Übergangszeit zu Verzögerungen führen, deshalb lohnt es sich, frühzeitig einen Termin zu vereinbaren.

Wer eine abschlussorientierte Weiterbildung machen möchte, also einen anerkannten Berufsabschluss nachholen will, hat unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf monatliches Weiterbildungsgeld und eine Weiterbildungsprämie. Die genauen Bedingungen klärt die Beraterin oder der Berater im persönlichen Gespräch. Eine solche Beratung kostet nichts und hilft Ihnen einzuschätzen, welche Angebote Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern.