Vollständige Bewerbungsunterlagen: Was wirklich hineingehört
Eine Bewerbung in Deutschland besteht aus Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen. Ein Deckblatt oder Motivationsschreiben ist nur in bestimmten Fällen nötig. Die Stellenanzeige sagt, welche Unterlagen erwartet werden und wie Sie sie einreichen.
Die drei Pflichtdokumente
Das Anschreiben ist das erste Dokument, das Personalverantwortliche lesen. Es sollte nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein und erklären, warum Sie für die Stelle geeignet sind. Nennen Sie darin, wie Sie auf das Stellenangebot aufmerksam geworden sind, etwa über eine Jobbörse oder eine Empfehlung. Die Anschrift des Unternehmens und der Name der Ansprechperson müssen stimmen; ein falscher Name oder eine falsche Abteilung wirkt nachlässig.
Der Lebenslauf listet Ihren beruflichen Werdegang auf, die neueste Station zuerst. Er sollte klar gegliedert sein und die Stationen enthalten, die zur ausgeschriebenen Stelle passen. Ein Foto ist heute nicht mehr verpflichtend. Wenn Sie eines einfügen möchten, platzieren Sie es oben rechts auf der ersten Seite des Lebenslaufs.
Zu den Zeugnissen gehören in der Regel die Schulabschlusszeugnisse sowie Arbeits- und Praktikumszeugnisse, sofern Sie welche haben. Fügen Sie nur Dokumente bei, die zur Stelle passen oder die das Unternehmen ausdrücklich verlangt. Ein Zeugnis aus der Schulzeit von vor zwanzig Jahren ist für eine Stelle als Softwareentwickler selten hilfreich.
Was optional dazugehört
Ein Deckblatt mit Foto und ein Inhaltsverzeichnis der Anlagen sind freiwillig. Sie machen die Bewerbung übersichtlicher, sind aber kein Muss. Viele Personalverantwortliche verzichten ohnehin darauf und blättern direkt zum Anschreiben.
Ein Motivationsschreiben sollten Sie nur dann einreichen, wenn die Stellenanzeige es ausdrücklich verlangt. In allen anderen Fällen können Sie Ihre Motivation im Anschreiben darlegen. Bei Arbeitsproben gilt dasselbe: Verlangt das Unternehmen welche, etwa ein Portfolio oder Referenzprojekte, gehören sie dazu. Ohne eine solche Vorgabe können Sie weglassen, was nicht gefordert ist.
Die richtige Reihenfolge
Die Unterlagen folgen einer festen Reihenfolge. Zuerst kommt das Anschreiben, dann der Lebenslauf. Das Foto folgt an dritter Stelle, falls Sie eines verwenden. Den Abschluss bilden die Zeugnisse und weiteren Dokumente. Wenn Sie ein Deckblatt und ein Inhaltsverzeichnis nutzen, kommen diese vor das Anschreiben. Diese Reihenfolge hilft der Leserin oder dem Leser, sich schnell zurechtzufinden.
So reichen Sie die Unterlagen ein
Die Stellenanzeige gibt vor, auf welchem Weg die Bewerbung eingehen soll: per E-Mail, per Post oder über ein Online-Portal des Unternehmens. Halten Sie sich an diese Vorgabe. Wenn ein Portal vorgesehen ist, nützt eine zusätzliche E-Mail an die Personalabteilung wenig und kann sogar stören. Bei einer E-Mail-Bewerbung fassen Sie alle Dokumente in der Regel in einer PDF-Datei zusammen und benennen die Datei mit Ihrem Namen, etwa "Bewerbung_Mustermann.pdf".
Korrekturlesen nicht vergessen
Rechtschreibfehler und formale Mängel sind ein häufiger Grund, warum Bewerbungen aussortiert werden. Lesen Sie Ihre Unterlagen vor dem Absenden gründlich durch und lassen Sie eine zweite Person gegenlesen. Eine Checkliste hilft, nichts zu vergessen: Sind Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse vollständig? Stimmen Name, Anschrift und Kontaktdaten? Passt die Dateibenennung? Diese Kontrolle dauert wenige Minuten und verhindert, dass eine gute Bewerbung an einer Kleinigkeit scheitert.