Lebenslauf schreiben
Personalverantwortliche entscheiden in wenigen Sekunden anhand des Lebenslaufs, ob Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Der tabellarische Lebenslauf ist der Standard. Er ordnet Ihre Angaben in Zeilen und Spalten, damit der Leser die wichtigsten Informationen schnell erfasst. Entscheidend sind die Reihenfolge der Stationen, die Auswahl der Inhalte und ein klares Layout.
Der tabellarische Lebenslauf als Standard
Der tabellarische Lebenslauf hat sich in Deutschland durchgesetzt. Er listet Ihre Stationen übersichtlich auf, sodass die Leser die Daten auf einen Blick erfassen. Die Alternative, ein ausformulierter Lebenslauf in Fließtextform, wird nur noch selten verlangt. Ein tabellarischer Lebenslauf ist besonders dann im Vorteil, wenn wenig Zeit zum Lesen bleibt. Die Struktur führt das Auge direkt zu den relevanten Abschnitten, ohne dass der Leser lange suchen muss.
Die Stationen antichronologisch ordnen
Listen Sie Ihre Stationen in umgekehrter chronologischer Reihenfolge auf. Die aktuellste Tätigkeit steht also zuerst, danach folgen die älteren. Diese Reihenfolge erwartet der Leser, weil sie die jüngste und relevanteste Erfahrung zuerst zeigt. Das gilt für Berufserfahrung, Ausbildung und Schulbildung gleichermaßen. Wenn Sie beispielsweise zuletzt als Projektleiter gearbeitet haben und davor als Sachbearbeiter, nennen Sie zuerst die Projektleiterstelle.
Diese Angaben gehören in den Lebenslauf
Ein vollständiger Lebenslauf enthält vier Blöcke: persönliche Daten, Berufserfahrung, Bildung und Fähigkeiten. Zu den persönlichen Daten gehören Vor- und Nachname, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie Geburtsdatum und Geburtsort. Angaben zum Beruf der Eltern sind nicht erforderlich. Im Block Berufserfahrung nennen Sie für jede Station das Start- und Enddatum mit Monat und Jahr, den Arbeitgeber, Ihre Position und drei bis fünf kurze Stichpunkte zu Ihren Aufgaben. Bei der Schulbildung nennen Sie Start- und Enddatum, Schulart und Schulname sowie den erreichten Abschluss. Fähigkeiten umfassen Sprachkenntnisse, EDV-Kenntnisse und andere berufsrelevante Kompetenzen.
Berufserfahrung überzeugend darstellen
Im Lebenslauf geht es nicht nur um Jahreszahlen, sondern vor allem um Stärken und Kompetenzen. Schreiben Sie zu jeder Station drei bis fünf Stichpunkte, die konkret beschreiben, was Sie getan haben und welche Ergebnisse Sie erzielt haben. Vermeiden Sie allgemeine Formulierungen wie „zuständig für Projekte“ und nennen Sie stattdessen konkrete Tätigkeiten, etwa „Leitung eines dreiköpfigen Teams bei der Einführung eines neuen Warenwirtschaftssystems“. Wenn Sie noch am Anfang Ihres Berufslebens stehen, führen Sie Praktika, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten auf. Diese zeigen, dass Sie bereits Erfahrung gesammelt und Verantwortung übernommen haben.
Länge und Relevanz richtig abwägen
Ein Lebenslauf sollte ein bis zwei Seiten umfassen. Berufseinsteiger kommen meist mit einer Seite aus, während erfahrene Fachkräfte mit vielen Stationen zwei Seiten füllen dürfen. Wichtiger als die Länge ist die Relevanz: Nehmen Sie nur Inhalte auf, die zur ausgeschriebenen Stelle passen. Eine Tätigkeit, die nichts mit der angestrebten Position zu tun hat, können Sie weglassen oder stark verkürzen. Relevanz ist wichtiger als Vollständigkeit. Wenn Sie sich etwa als Buchhalter bewerben, interessiert eine frühere Tätigkeit als Kellner weniger als ein Praktikum in der Steuerkanzlei.
Design-Grundregeln für den Lebenslauf
Das Design trägt dazu bei, dass Ihr Lebenslauf professionell wirkt. Wählen Sie eine gut lesbare Schriftart und eine einheitliche Schriftgröße für Überschriften und Fließtext. Halten Sie die Formatierung konsistent: gleiche Abstände, gleiche Ausrichtung, gleiche Aufzählungszeichen. Setzen Sie Farben sparsam ein, etwa für Überschriften oder Trennlinien. Ein aufgeräumtes Layout mit klaren Abschnitten wirkt professioneller als ein überladenes Design. Exportieren Sie das Dokument als PDF, damit die Formatierung auf jedem Gerät erhalten bleibt.